🪒 Wie 61% der Community mein Gesicht veränderten + Rasur-Video

Da ist es. Mein Gesicht im Spiegel. Nach sechs Jahren wieder komplett Bartfrei. Ein merkwürdiges Gefühl, fast wie damals, als ich zum ersten Mal den Rasierer über meinen Kopf gleiten ließ.
Veränderung beginnt oft, wenn wir uns wieder wie wir selbst fühlen wollen – nicht wie die Version von uns, an die wir uns gewöhnt haben.
Vom Erkältungszufall zum Vollbart-Comeback
Eine harmlose Erkältung, und plötzlich entwickelt sich dein Gesicht zum Amazonas-Regenwald? Genau das ist mir passiert. Vor einigen Wochen lag ich flach – Erkältung, Taschentuchberge und dieser typische "ich-fühle-mich-wie-überfahren"-Look.
In solchen Phasen fällt die morgendliche Rasur-Routine als Erstes weg. Was soll's, denkt man sich, sieht ja eh keiner. Und so ließ ich meinen Bart einfach... sein.
Tag um Tag wuchs er, wurde dichter, buschiger. Ich beobachtete fasziniert, wie mein Gesicht langsam wieder diese Form annahm, die ich jahrelang kannte. Sechs Jahre lang war ich "der Typ mit dem Vollbart" gewesen. Dann hatte ich ihn abrasiert – aus demselben Grund, aus dem ich später zur wenighair-Glatze griff: Ich wollte Veränderung.

Und jetzt stand ich da, mit einem Comeback-Bart, der alte Erinnerungen weckte. Er fühlte sich gleichzeitig vertraut und fremd an. Als würde ein alter Freund nach langer Zeit wieder einziehen – nur um festzustellen, dass sich die Wohnung verändert hat.
Die große Abstimmung: Demokratie im Badezimmer
Irgendwann erreichte mein Gesichtsurwald Ausmaße, die eine Entscheidung forderten. Pflegen und stutzen? Oder entschieden abholzen?
Statt diese Entscheidung allein zu treffen, dachte ich mir: Warum nicht die wenighair-Community einbeziehen? Schließlich geht es bei wenighair genau darum – gemeinsam Veränderungen zu erleben und sich gegenseitig Mut zu machen.
Also startete ich eine Abstimmung:
"Urwald in meinem Gesicht live abrasieren?"
- 61% stimmten für: "Ja, hol die Machete raus!"
- 39% meinten: "Nein, aber ich will es eigentlich doch sehen"
Die wenighair-Community hatte gesprochen! Demokratie im Badezimmer – eine unterschätzte Regierungsform.
Live-Rasur: Gemeinschaftsgefühl am Waschbecken

Was dann folgte, war eines der unerwartet verbindendsten Erlebnisse seit langem. Ich stellte mein iPhone auf, bereitete meinen Haarschneider vor und ging live. Menschen aus der wenighair-Community schalteten ein – alte Bekannte, die selbst ihren Weg zur wenighair-Glatze gefunden hatten, aber auch völlig neue Gesichter, die zufällig vorbeischauten.
Was mich wirklich überraschte: Wie persönlich die Kommentare wurden. Menschen teilten ihre eigenen Erfahrungen mit Typveränderungen, erzählten von ihren Bart-Geschichten, von mutigen Haarschnitten und natürlich von ihrem Weg zur wenighair-Glatze.
Mit jedem Rasierzug veränderte sich nicht nur mein Gesicht, sondern auch die Stimmung im Chat. Es war, als würden wir alle gemeinsam eine kleine Transformation durchleben.
"Da ist ja ein Gesicht drunter!", schrieb jemand, als die erste Hälfte fiel.
"Wie alt warst du nochmal?", fragte ein anderer, als immer mehr Haut sichtbar wurde. "Krass, wie anders du aussiehst!", kommentierten mehrere.
Es war ein Gemeinschaftserlebnis am Waschbecken – verbunden durch die geteilte Erfahrung der Veränderung.
Der Moment der Wahrheit: Fremdes Gesicht im Spiegel

Als der letzte Bartrest verschwunden war und ich mit frisch rasiertem Gesicht in die Kamera blickte, wurde es still. Ich selbst musste schlucken. Da war es wieder – mein Gesicht. Und doch irgendwie nicht.
Genau dieses Gefühl kannte ich von meiner ersten Glatzenrasur. Diese Mischung aus "Wow, so sehe ich also aus" und "Wer ist dieser Fremde im Spiegel?".
Veränderung ist seltsam. Sie fühlt sich im ersten Moment immer etwas unwirklich an, egal wie oft man sie schon erlebt hat. Es braucht Zeit, bis das neue Bild im Kopf mit dem im Spiegel übereinstimmt.
Die Kommentare im Livestream spiegelten genau das wider. Von "Wie ein neuer Mensch!" bis "Jetzt erkenne ich dich wieder von früher!" war alles dabei. Besonders heftig waren die Nachrichten derer, die durch ihre eigene Glatzenrasur gegangen waren und genau verstanden, was in diesem Moment in mir vorging.
Parallelen zwischen Bart und Glatze
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Parallelen sehe ich zwischen meiner Bartrasur und dem Weg zur wenighair-Glatze:
- In beiden Fällen war die anfängliche Unsicherheit schnell von einem Gefühl der Leichtigkeit abgelöst
- Die Reaktionen anderer waren überraschend positiv
- Der "neue" wenighair-Look war eigentlich ein Zurückfinden zu einer authentischeren Version von mir
Ob Haare auf dem Kopf oder im Gesicht – am Ende geht es immer um dasselbe: Sich wohlfühlen in der eigenen Haut. Manchmal braucht es dafür einen entschiedenen Schnitt. Oder eben eine gründliche Rasur.
Was bleibt?
Nach diesem Erlebnis bin ich wieder einmal überzeugt: Die größten Veränderungen passieren nicht durch Produkte oder Versprechen, sondern durch mutige Entscheidungen und die Unterstützung aus der wenighair-Community.

Hättest du vor einem Monat gedacht, dass eine simple Bartrasur zu solchen Erkenntnissen führen kann? Ich jedenfalls nicht. Aber genau das ist das Schöne an der wenighair-Community: Wir finden zusammen tiefere Bedeutung in scheinbar alltäglichen Veränderungen.
Bleibt mutig, bleibt glänzend!
Christos #wenighair
PS: Während der Live-Rasur habe ich festgestellt, dass mein Bart 3 verschiedene Farbtöne hatte. Wer braucht schon Haarfarbe, wenn die Natur selbst so kreativ ist?
PPS: Mein Haarschneider hat nach der Aktion einen Moment der Stille eingefordert. Er meinte, er hätte sich für einen Trimmer und nicht für eine Machete beworben.
PPPS: Die Akustik in meinem Badezimmer hat sich nach der Rasur verändert. Offenbar diente mein Bart als natürlicher Schalldämpfer. Physik des Alltags.
PPPPS: Seltsamerweise haben mir drei Menschen unabhängig voneinander gesagt, ich sähe jetzt aus wie ein französischer Philosoph. Ist das ein Kompliment? Ich sollte wohl mehr Sartre lesen, um das herauszufinden.
PPPPPS: Bin gespannt, ob Patataky (mein neuer haariger Mitbewohner) mich ohne Bart überhaupt wiedererkennt. Ironisch eigentlich – er trägt einen permanenten Vollpelz, während ich meine Gesichtshaare entferne. Mal sehen, ob er unter dem Sofa bleibt oder ob Leckerlis unsere Beziehung retten können. Die Verhandlungen laufen noch. Seine Bedingung: "Ein haarloser Mensch muss mindestens doppelt so viele Leckerlis bieten." Geschäftstüchtiger Kater, der Kleine.